Oft genug bekommt man es gesagt, aber man macht es viel zu selten, dass Kleingedruckte lesen. So kann es passieren, dass der ein oder andere nach einem Telefonat mit einer Calling Card später eine böse Überraschung erlebt. Leider kommt es heutzutage immer öfter vor, dass Kunden schon nach der ersten Nutzung einer Telefonkarte oder Calling Card ungewollt mit kleinen „Präsenten“ überrascht werden. So kosten zum Beispiel bei einem namenhaften deutschen Calling Card Anbieter zweieinhalb Minuten ins Festnetz (eines ausgewählten europäischen Landes) insgesamt ca. 0,98€ pro Minute. Beworben wird jedoch ein Minutenpreis von 0,20€. Erst durch einen genauen Blick auf das Kleingedruckte der Calling Card erklärt sich die Zusammensetzung der entstandenen Kosten. Neben den 0,20€ pro Minute, wird zusätzlich eine Pauschale für einen erfolgreichen Verbindungsaufbau von 0,18€ erhoben. Dazu werden die Kosten zu einer Taktung von 60/60/120 berechnet. Daraus ergibt sich, dass man nach zweieinhalb Minuten nicht nur für drei Minuten bezahlt, sondern doch tatsächlich für insgesamt vier. Zusammenfassend in einer Rechnung sieht das Ganze dann so aus: 0,20€/Minute x 4 + 0,18€ = 0,98€, anstatt wie angenommen nur 0,40€ pro Minute. Leider sind es solche teils „versteckten Kosten“, die einen unschlagbar günstigen Tarif  einer Telefonkarte dann doch wieder normalisieren.

Teilweise sind die hohen versprochenen Minutenzahlen von Calling Cards zu einem Ziel zwar theoretisch erreichbar, jedoch nur dann, wenn das gesamte Kartenguthaben der Calling Card auf einmal in einem einzigen Telefonat verbraucht wird. Dies ist jedoch in den meisten Fällten ein unrealistischer Anwendungsfall, da man meist eben nicht 5 Stunden in einem einzigen Telefonat verbringt, sondern eher viele kürzere Telefonate mit der Calling Card durchführt.

Vergleicht man dieses Ergebnis beispielsweise mit dem Anbieter DCalling so fallen bei den gleichen Voraussetzungen für zweieinhalb Minuten nur billige 5,7 Cent/€ pro Minute an, ohne dass zusätzliche Kosten wie beispielsweise eine Tagesgebühr oder ähnliches anfällt. Teilweise lohnt sich also ein Blick ins Kleingedruckte zu werfen, um Spreu vom Weizen bei den Calling Cards oder Telefonkarten zu unterscheiden.