Zukünftig sind Notrufe per Handy nur mit betriebsbereiter SIM-Karte möglich. Dieser Schritt wird dadurch begründet, dass dadurch dem zunehmenden Missbrauch der Notruf-Funktion einschränken soll. Nach Angaben der Notrufabfragestellen waren bisher über 80 Prozent aller Anrufe missbräuchlich. Das führte dazu, dass Notrufe von Menschen, die sich wirklich in Not befanden, nur verzögert bearbeitet und diesen damit Hilfeleistungen erst verzögert bereitgestellt werden konnten

Die Änderung ist ein Teil der heute in Kraft tretenden Notrufverordnung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Infolgedessen dürfen ab Juli die Mobilfunkhersteller nur noch die Notrufe weiterleiten, die von Handys mit der entsprechenden SIM-Karte eingehen.

Mit der Einführung der SIM-Kartenpflicht können die Verursacher nun einfacher straf- und zivilrechtlich verfolgt werden. Schließlich wird die Rufnummer immer an die Notrufleitstelle übermittelt, selbst wenn die Rufnummernübermittlung ausgeschaltet ist.