Die Konkurrenten Telefonica, Vodafone und Telekom schließen sich jetzt zusammen um das Mobile Payment System mpass endlich auf dem Deutschen Markt zu etablieren. Schon seit mehreren Monaten versucht man Mobile Payment für den Deutschen Markt attraktiv zu machen, jedoch ist die Nachfrage nach wie vor gering.

Mobile Payment bedeutet, dass man weder Geldkarten noch Bargeld benötigt sondern einfach mit dem Handy bezahlt. Dies funktioniert mit Hilfe verschiedener Systeme. Problematisch bei der Etablierung des Mobile Payment ist, dass Hersteller und Entwickler aufeinander angewiesen sind. Die Handyhersteller müssen bereit sein das Handy mit den nötigen technischen Funktionen auszustatten. Diese sind jedoch skeptisch, da eine Funktionserweiterung auch zur Erhöhung der Produktionskosten führt. Die Handyhersteller möchten also ihre Produktionskosten nicht erhöhen, wenn sie nicht wissen ob sich das System letztendlich rentiert. Die Entwickler wiederum können kein Mobile Payment System etablieren wenn die Handys nicht mit den zur Nutzung notwendigen Funktionen ausgestattet sind.

Ein System über das Mobile Payment funktioniert heißt NFC. Allerdings ist dieses bis jetzt nicht in vielen Handys integriert. Deshalb sollen zum nächsten Jahr kostenlos NFC-Aufkleber angeboten werden. Diese werden außen oder innen am Handy befestigt und schon kann man mit dem Handy bezahlen. Das Handy wird vor ein NFC-Lesegerät gehalten und der Betrag dann vom Prepaid-Guthaben abgezogen oder auf der Handyrechnung verbucht. Zurzeit ist der Prozess noch etwas komplizierter, da die Kunden zunächst noch ihre Handynummer und einen PIN eingeben müssen, um dann eine Bestätigungs-SMS zu erhalten. Mit dem NFC-Aufkleber wird das Bezahlen mit dem Handy um einiges schneller und einfacher sein.

Dennoch ist es fraglich, ob sich das Bezahlen mit dem Handy nun endgültig in Deutschland etablieren kann. Viele Deutsche sind unsicher bezüglich der Sicherheit solcher Systeme.