Im Oktober 2011 führte der Großkonzern Apple die iCloud ein. Nutzer eines Iphones, Ipads oder Ipods mit iOS 5 können die iCloud mit ihren vielen Funktionen kostenlos nutzen. Beispielsweise kann man sein Smartphone mithilfe der iCloud orten lassen. Diese Funktion ist allerdings genauso umstritten wie praktisch.

Apples iCloud ist ein kostenloser Internetdienst, der die Synchronisierung von Windows mit Apple-Geräten ermöglicht. Dazu gibt es einen Datenspeicher mit 5 GB, weiteren Speicher kann man kostenpflichtig bei Apple erwerben.

Die Vorteile der iCloud sind neben der Synchronisierung beispielsweise auch die automatische Datensicherung. Die iCloud erstellt selbstständig sogenannte Backups wichtiger Dateien (Kalendereinträge, E-Mails, Fotos etc.) und speichert diese im Datenspeicher. Den Speicherplatz kann der Nutzer auch für andere Daten, wie Filme und Musik benutzen, um den heimischen Computer zu entlasten.

Zusätzlich zu diesen Funktionen, ermöglicht die iCloud auch die Ortung des Smartphones via „Finde mein iPhone“ und „Finde meine Freunde“. Erstere Option dient zur Ortung des iPhones bei Diebstahl. Der Dienst ermöglicht das iPhone sperren und die vorhanden Daten darauf löschen zu lassen. „Finde meine Freunde“ ist hingegen eine App, die dazu dient, seinen Freunden mitzuteilen, wo man gerade ist. Der Nutzer kann bis zu 50 Kontakte auswählen, die den Aufenthaltsort des iPhones – und im normalen Fall den des Besitzers – sehen können.

Aus Sicht von Datenschützern ist diese Funktion mehr als bedenklich. Genauso witzig und praktisch diese Funktion ist, genauso schnell kann sie missbraucht werden.

Im Internet kursiert eine Geschichte, die davon erzählt, wie ein Mann seiner Frau ein iPhone 4s mit iCloud geschenkt hat, um sie des Ehebruchs zu überführen. Diese Geschichte wirft die Frage auf, für welche Zwecke dieses Feature in Zukunft sonst noch benutzt werden wird.

In erster Linie ist daher der sorgsame Umgang mit den Ortungsdiensten zu empfehlen. Apple bietet in dieser Hinsicht einige Möglichkeiten, die Einstellungen individuell anzupassen, damit die Ortung im Falle eines Diebstahls nützlich ist und dennoch nicht missbraucht wird.