Eine Telefonzelle in der chinesischen Stadt Guangzhou hat weniger als ein Benutzer am Tag. Die meisten Menschen telefonieren vom Handy aus, weshalb Telefonzellen nicht mehr genutzt werden. Die chinesische Regierung möchte die Nutzung von Telefonzellen sichern, indem sie diese durch WiFi-Hotspots ersetzen oder mit diesen erweitern. Somit kann man in der Telefonzelle nicht mehr nur Telefonieren, sondern auch im Internet surfen. Diese Erweiterung soll die Telefonzellen wieder attraktiver machen. Einst ungenutzte Telefonzellen sollen wieder genutzt werden, wenn auch nicht zum Telefonieren.Für die Nutzer ändert sich bei der Erweiterung einer Telefonzelle durch WiFi-Hotspots nichts, außer dass sie nun per VoIP telefonieren. VoIP bedeutet Voice over IP. Durch die WiFi-Hotspots wird also nun beim Telefonieren die Verbindung über das Internet hergestellt.

Die chinesische Regierung erwartet eine hohe Nachfrage, da die Kapazität des 3G Netzes in China noch lange nicht ausgelastet ist. Durch die WiFi-Hotspots werden mehr Möglichkeiten für mobile Internetnutzung geboten. Im Jahr 2009 ist die Zahl chinesischer Internetnutzer um 30% gestiegen. Demnach steigt auch der Bedarf an Internetnutzung vom Handy. Mittels der WiFi-Hotspots in Telefonzellen, kann die Bevölkerung nun auch unterwegs vom Handy aus im Internet surfen.

In Deutschland werden viele Telefonzellen abgebaut, weil sie nicht mehr zum Telefonieren genutzt werden. Vielleicht wäre die Einrichtung von WiFi-Hotspots auch in Deutschland eine gute Alternative, um Möglichkeiten zu schaffen, unterwegs vom Handy aus im Internet zu surfen.