Mit der Familie telefonieren, dass muss einfach sein. Auch oder gerade dann, wenn sie sich im Ausland befindet. Die Situation kennen viele Menschen, auch in Deutschland. Dann heißt es oft: viel telefonieren, wenig zahlen. Aber wie lässt sich das am besten bewerkstelligen?

Eine attraktive Methode besteht darin, Callthrough-Anbieter zu nutzen um ins Ausland billig telefonieren zu können. Das funktioniert so wie eine virtuelle Telefonkarte. Man richtet sich ein Konto ein, lädt sich ein Guthaben auf, und kann dann weltweit besonders billig telefonieren. Dabei profitieren die Kunden davon, dass sie sich über eine lokale Festnetznummer einwählen und dann zu günstigen Konditionen ins Ausland billig telefonieren können.

In Deutschland beispielsweise stellen die türkischen Mitbürger die zahlenmäßig größte ausländische Bevölkerungsgruppe dar. Bei vielen wohnt der Großteil der Verwandtschaft in der fernen Heimat. Für sie ist es besonders wichtig, sich regelmäßig mit der Familie, den Freunden und Bekannten in der Heimat auszutauschen. Daher suchen sie vorzugsweise nach extra günstigen Angeboten.

Denn wie immer stellt sich bei der Masse (der Anrufe) auch die Frage nach der Klasse (der Preise). Wenn schon so viel telefoniert wird – und zwar ins Ausland – dann soll es doch wenigstens möglichst billig sein.

Eines dieser Callthrough-Angebote, das für die Viel-Telefonierer so interessant ist, heißt DCalling. Bei DCalling wurden erst kürzlich die Preise für Verbindungen in die Türkei deutlich gesenkt. So zahlt man jetzt für einen Anruf auf einen türkischen Festnetzanschluss 1.99 Cent pro Minute und auf eine türkische Handy Nummer 6.9 Cent pro Minute. Damit ist für die Nutzer genau das möglich, was sie suchen: billig telefonieren – und zwar ins Ausland.

Besonders oft wird auch ins Ausland telefoniert, um nach dem Befinden der Verwandten und Bekannten zu fragen. Das gilt in noch höherem Maße für Krisenzeiten. Dann steht freilich nicht im Vordergrund billig telefonieren zu können, sondern durch Anruf ins Ausland die Familie überhaupt zu erreichen. Ein besonders drastisches Beispiel liefert der aktuelle Fall Ägypten. Dort hat die von Demonstrationen bedrohte und zur Abdankung aufgeforderte Mubarak-Regierung zu einem heutzutage überaus mächtigen Mittel gegriffen: Sie hat das Internet und die Handy Netze vorübergehend abgeschaltet. Damit waren sie dann auf einen Schlag nicht mehr möglich, die Anrufe bei den Freunden und Verwandten. Und was nützt es bei diesem Ausnahmezustand schon billig telefonieren zu können, wenn man niemanden erreicht…